Sonnenschutz ist nicht genug
Bislang gibt es keine gesicherten Erkenntnisse, in wie weit ein Mittel mit hohem Lichtschutzfaktor auch die Immunreaktion der Haut bewahren kann - es ist durchaus denkbar, dass ein Sonennschutzmittel mit hohem SPF aber niedrigem Schutz gegen Immunsuppression (IPF) die Krebswahrscheinlichkeit erhöhen statt senken könnte.
Forscher aus verschiedenen Nationen, die sich mit Immunsuppressionsmechanismen und Dermatologie befassen, haben verschiedene Hautschutzmittel, Untersuchungs- und Meßmethoden für SPF und IPF an Freiwilligen in Australien, Österreich, Frankreich, Großbritannien und USA erprobt. Ziel war es, eine standardisierte Methode zur Berechnung eines IPF zu entwickeln.
Dieses Ziel wurde bislang nicht erreicht, die Autoren betonen, dass noch viel Forschungsarbeit nötig sein wird.
Für Pressezwecke kann man ein Vorab-PDF der Studie per e-Mail bei medicalnews@bos.blackwellpublishing.net anfordern.
Voller Artikel bei medicalnewstoday.com
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So schnell schrumpft ein Milliardenüberschuss
Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) hat auch im ersten Halbjahr 2005 einen Überschuß erwirtschaftet. Nach vorläufigen Angaben der Verbände liegt das Plus bei 994 Mio. Euro. Ein Jahr zuvor hatte das Plus der Kassen noch 2,4 Mrd. Euro betragen.Vielleicht bin ich ja mal wieder pingelig - aber 994 Mio. sind nicht einmal 1 Milliarde, geschweige denn rechtfertigt die Zahl den "Milliardenüberschuß" der nach deutlich mehr klingt. Und es kommt noch besser - weiter die WELT:
Zurückzuführen sind die überschüssigen Einnahmen auf Zuwendungen aus der Tabaksteuer. Im Mai hatten die Krankenkassen vom Bund insgesamt 1,25 Mrd. Euro für sogenannte versicherungsfremde Leistungen erhalten.Rechnen wir mal: 994 Mio. Überschuß bei einer ausserordentlichen Zuwendung von 1.250 Millionen... wer kann hier eigentlich nicht rechnen? Für mich klingt das nach einem Verlust.
Die Financial Times schreibt immerhin "Überschüsse der Krankenkassen schmelzen schnell ab". Und auch sonst scheint die Financial Times etwas mehr davon zu verstehen, was tatsächlich los ist. So schiebt sie die Schuld für erhöhte Medikamentenkosten mal nicht wie sonst gern üblich Ärzten und Patienten in die Tasche:
Hauptproblem der Kassen sind die höheren Ausgaben für Arzneimittel. Die wiederum gehen zu einem großen Teil darauf zurück, dass ein wichtiges Instrument der Gesundheitsreform Ende 2004 auslief: Ein Zwangsrabatt von 16 Prozent, den die Arzneimittelhersteller den Kassen ein Jahr lang gewähren mussten, sank zum Jahresanfang wieder auf die normale Höhe von sechs Prozent.Und der sogenannte Überschuß schmilzt völlig dahin, wenn man, wie ebenfalls in der FTD zu lesen, die Steigerung der Bundeszuschüsse an die Krankenkassen in die Rechnung einbezieht. Wer sich bei 8 Milliarden Schulden den staatlichen Zuschuß von 1 auf 2,5 Mrd. Euro jährlich erhöhen lässt, kann wohl schwerlich von Überschüssen sprechen. Eher schon davon, dass die steuerfinanzierte medizinische Grundversorgung de facto längst Realität ist...
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Till Bastian - Krankheit auf Rezept
Krankheit auf Rezept? - Die populären Irrtümer der Medizin

Die Erwartungshaltung an solch einen Titel ist hoch. Hier geht es jedoch nicht um die lange Liste an Nebenwirkungen, die allzu willfährig verschriebene Medikamente Patienten einbringen, wenn auch der Autor auch die Verschreibungspraxis vieler Ärzte neben manch anderen fragwürdigen therapeutischen Aktionen unter die Lupe nimmt.
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Radiotipp: DLF - Sprechstunde: Schilddrüsenerkankungen
Morgen, am Dienstag, dem 30. August, bringt der Deutschlandfunk im Rahmen seiner Sendung
"Journal am Vormittag" die
Sprechstunde: Schilddrüsenerkrankungen
10:10 Uhr bis 11:30 Uhr, Deutschlandfunk
Studiogast: Prof.Harald Schicha, Direktor der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, Universität Köln.
Moderation: Carstem Schroeder
Hörertel.: 00800 - 44 64 44 64
Hörerfax: 00800 - 44 64 44 65
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Dreimal Tuberkulose
- Die WHO ruft den Tuberkulose-Notstand für Afrika aus.
"Die Erklärung ist die Reaktion auf eine Epidemie, bei der sich seit 1990 die jährliche Zahl von neuen TB-Fällen in 18 afrikanischen Staaten vervierfacht hat." zitiert Reuters einen Sprecher der WHO bei einer Konferenz in Mosambik.
Weltweit sterben jedes Jahr etwa 2 Millionen Menschen an Tuberkulose, zwei Drittel davon in Afrika. Die WHO plant ein neues Programm im Umfang von 2,2 Milliarden Dollar aufzulegen, das die Kontrolle und Eindämmung von Tuberkulose zum Ziel hat - denn Tuberkulose kann man behandeln. - Diese Behandlung könnte bald noch sehr viel effizienter werden. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie in Berlin arbeiten an einer gentechnisch aufgebesserten Version des bisherigen BCG-Impfstoffes. Zwar befinden sich ihre Untersuchungen noch im Tierversuchsstadium, die Ergebnisse sind aber vielverspechend. Im Gegensatz zu den bisherigen Impfstoffen könnte dieser auch bei Kindern erfolgreich eingesetzt werden. Genaue Informationen über die Wirkungsweise des neuen Impfstoffes kann man z.B. beim Ärzteblatt nachlesen.
- Interessanterweise ist Tuberkulose wohl eine der ältesten Krankheitsformen, die homo sapiens befallen können, und hat sich nach neueren Erkenntnisen quasi zusammen mit dem Menschen in Ostafrika entwickelt und ist in ihren Urformen etwa 3 Millionen Jahre alt, sehr viel älter als beispielsweise Pest und Malaria. Wie auch die Menschheit, hat sich die Tuberkulose seit dieser Zeit stark weiterentwickelt. Eine kleine Historie der Tuberkulose kann man beim SPIEGEL online finden.
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Experten-Chat zu Medikamentenabhängigkeit
Beratungs-Chat für Medikamentenabhängige und Angehörige
Berlin (dpa/bb) - Fragen zur Abhängigkeit von Medikamenten und zu möglichen Therapien beantwortet am kommenden Dienstag (30. August) ein Expertenchat der Betriebskrankenkasse Verkehrsbau Union (BKK VBU). Die Psychologin Karin Mohn von der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen berät Abhängige und deren Angehörige anonym und kostenfrei, teilte die Kasse mit. In Deutschland sind rund 1,4 Millionen Menschen arzneimittelsüchtig. Für Außenstehende ist die Abhängigkeit oft nicht zu erkennen.
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Das Geld ist da...
Dennoch ist das Geld vorhanden, das benötigt wird. Es wandert nur in andere Taschen. Das macht auch sehr schön die Diskussion in Hamburg deutlich. Vor einigen Tagen gingen Angestellte von rund 1500 Arztpraxen auf die Straße und demonstrierten gegen weitere Einschnitte und Einsparungen, von denen direkt ihre Arbeitsplätze betroffen sind. Seit dem Jahr 2000 mußten (nicht nur) Hamburger Arztpraxen laut Hamburger Abendblatt mit 30 Prozent weniger Geld auskommen. Viele Ärzte fingen das vor allem aus ihren Privateinkünften ab. Nun stehen weitere Kürzungen von bis zu 15 Prozent ins Haus. In den Arztpraxen machen Personalkosten 70 % der Kosten aus, eine Entlassungswelle wird folgen.
Unter Umständen ist weniger arbeiten und weniger bis gar kein Personal beschäftigen sogar für viele Ärzte eine Lösung aus dem Dilemma, wie das Beispiel des Wiesbadener Arztes Dieter Wettig in brandeins zeigt. Die Folgen für den Arbeitsmarkt sind offensichtlich. Und immer mehr Ärzte geben ihre Kassenzulassungen zurück, um sich lukrativeren Privatpatienten zu widmen. Mit dem Ergebnis dass eine steigende Zahl von Patienten die "nichts einbringen" auf immer weniger Allgemeinmediziner verteilt wird, welche bei begrenztem Budget mehr Patienten durchschleusen müssen und weniger Versorgung bieten... ein Teufelskreis.
Dr. Michael Reusch, Präsident der Ärztekammer Hamburg, hält fest, dass nur von Krankenkasseneinnahmen kaum noch eine Praxis existieren kann. Der Sprecher des Landesverbandes der Betrieblichen Krankenkassen dagegen behauptet, es gebe keine Kürzungen - und bestätigt, was wir schon immer wußten:
Es kommt zu Verschiebungen innerhalb der einzelnen Ärztegruppen.q.e.d.
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Infoportal zur Gesundheitskarte
Das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung bietet ab sofort auf der Website www.die-gesundheitskarte.de umfangreiche Informationen rund um die Gesundheitskarte an. Zur Freischaltung des Informationsportals erklärte Bundesministerin Ulla Schmidt: "Die elektronische Gesundheitskarte ist ein zentrales Instrument zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung der Patientinnen und Patienten. Das Interesse der Versicherten an Informationen hierzu ist groß. Und mit der näher rückenden Einführung der Karte wird der Bedarf weiter wachsen. Wir haben deshalb eine Website entwickelt, die alle grundlegenden Informationen bündelt und die Anwendungen der Karte verständlich erklärt."
gefunden bei eGovernment
Hervorhebung durch mich. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ulla Schmidt oder beißen Sie in die Gesundheitskarte.
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Schmerzmittel senken Darmkrebsrisiko
Wieder einmal stammen die zugrundeliegenden Daten aus der Nurses Health Study. Die Forscher aus Harvard berichten, dass die langfristige Anwendung von Aspirin oder anderen NSAIDs das Risiko, an Dickdarmkrebs zu erkranken, um bis zu 53% absenken kann. Die Absenkung ist abhängig von der Höhe der wöchentlichen Dosis und der Anzahl der Jahre, die das Medikament eingenommen wird. Die Wirkung ist erst nach frühestens 10 Jahren messbar.
Ob die Schmerzmittel eventuell als Antikrebsmedikamente oder Prävention eingesetzt werden können, muss erst noch erforscht werden. In der Krebs-Nachsorge bei Darmkrebs hat sich Aspirin ja bereits als hilfreich erwiesen. Die Forscher weisen allerdings auch darauf hin, dass eine Dauermedikation mit Aspirin nicht unbeträchtliche Nebenwirkungen, wie z.B. gastronintestinale Blutungen, mit sich bringt. Hier müssen Schaden und Nutzen gegeneinander abgewogen werden.
Die Studie erscheint in der aktuelle Ausgabe des Journal of the American Medical Association.
Artikel bei Forbes.com
Artikel bei BBC News
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Medicaid und Abtreibungen
Medicaid finanziert - auf der Grundlage von Bundesgesetzen - Abtreibungen für sozial Schwache, wenn die Schwangerschaft durch Vergewaltigung zustande kam, durch Inzest oder wenn das Leben der Mutter durch die Schwangerschaft bedroht ist.
Mehr dazu bei medicalnewstoday.
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