Meniskusoperationen sind langfristig schädlich
Dazu medpagetoday.com:
Removal part or all of a damaged meniscus to ease osteoarthritic knee pain may be detrimental to the joint over the long haul, a study here suggested.
Reductions in the thickness of menisci or the amount of joint area they covered were significantly associated with subsequent loss of cartilage in the knee, reported David J. Hunter, M.D., of Boston University in the March issue of Arthritis & Rheumatism.
Because menisci pad the medial and lateral joint surfaces of the knee, providing stability, shock absorption, and lubrication, the absence or reduction of menisci likely cause more wear and tear on the joint, resulting in cartilage loss.
Bezeichnend ist auch die Empfehlung am Anfang des Artikels:
# Explain to interested patients with osteoarthritis of the knee that, according to this study, meniscectomy or arthroscopic debridement may place patients at increased risk for loss of cartilage in the joint.
# Consider non-surgical alternatives to managing knee pain in osteoarthritis patients, including weight loss and exercise, knee braces, motion control shoes, and analgesics and anti-inflammatory drugs.
Sollte das nicht selbstverständlich sein, daß Ärzte andere Optionen vor einem chirurgischen Eingriff erwägen und ihre Patienten über mögliche Risiken aufklären?
Aktueller Radiotipp: Vogelgrippe
Noch ist es eine Tierseuche! - Die Vogelgrippe auf dem Vormarsch
Studiogäste:
- Friedrich Wilhelm Gräfe zu Baringdorf, B'90/Die Grünen-MdEP, stv. Vorsitzender im Agrarauschuss des Europa-Parlaments
- Hans Michael Goldmann, FDP-MdB, Mitglied im Agrarausschuss des Bundestages und Tierarzt
- Wilhelm Priesmeier, SPD-MdB, stv. Sprecher der Arbeitsgruppe Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ELV) und Tierschutzbeauftragter
Moderation und Redaktion: Klaus Remme
Hörertel.: 00800 4464 4464
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Schöngerechnet
Der Überschuss der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) fiel im vergangenen Jahr weitaus geringer aus als erwartet. Zwar liegen für die Betriebskrankenkassen noch keine offiziellen Zahlen vor, doch beläuft sich das Plus der übrigen gesetzlichen Krankenkassen auf allenfalls rund 800 Millionen Euro. Im Jahr 2004 betrug der GKV-Überschuss noch mehr als vier Milliarden Euro.
Mal ganz abgesehen davon, daß auch dieser Artikel auf die um 17 Prozent gestiegenen Arzneimittelausgaben hinweist (und das bei sinkenden Verordnungen, in wessen Taschen unsere Krankenkassenbeiträge da wohl fließen?) finde ich die Arithmetik der Krankenkassenüberschüsse höchst faszinierend.
Als Kontrapunkt:
Bei den gesetzlichen Krankenkassen drohen Beitragserhöhungen um 0,5 Prozent. Grund: Der Bund kürzt 2007 seinen Zuschuss von 4,2 Milliarden Euro um 1,5 Milliarden. 2008 wird er ganz gestrichen. Die Kassen kostet das zusammen mit der höheren Mehrwertsteuer jährlich 5 Milliarden Euro. Und die holen sie sich über höhere Beiträge von den Versicherten zurück. -- Quelle: Berlin Online
Bei einem Bundeszuschuss von rund 4,2 Milliarden Euro davon zu reden, man habe 800 Millionen Überschuß erwirtschaftet, ist nicht mal mehr schöngerechnet, das ist einfach himmelschreiende Dummheit. Für mich heißt das, man hat 3,4 Milliarden Euro mehr ausgegeben als man in den Kassen hatte (und die 800 Millionen sollten dann bitte zur Schuldentilgung verwendet oder zum selben Zweck zurück an die Bundesegierung überweisen werden). Bundeszuschüsse als einem zustehende Einnahmen zu verrechnen zeugt von mehr Ignoranz als es sich irgendein Unternehmen, geschweige denn eine gesetzliche Krankenkasse, angesichts des organisierten Staatsbankrotts leisten kann.
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Neues aus Schilda
Stufe 1: 2 Zahnkliniken versorgen in Berlin, der Hauptstadt des bevölkerungsmäßig größten Staates der EU, in der rund 4,6 Mio. Menschen leben, zwischen 20 Uhr und2 Uhr nachts Menschen mit akuten Zahnschmerzen. Für die etwa 5.000 Fälle im Jahr zahlen die Krankenkassen zusätzlich zur Behandlungsleistung 10 Euro Nachtzuschlag, macht 50.000 im Jahr.
Stufe 2: Die Krankenkassen streichen die Nachtzuschläge.
Stufe 3: Der Chef der Kassenzahnärztlichen Vereinigung bricht in operative Hektik aus: Die "effiziente Sicherstellung der zahnärztlichen Notversorgung zur Nachtzeit in Berlin" sei gefährdet. Den Notdiensten sei die "betriebswirtschaftliche Grundlage entzogen".
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Vogelgrippe-Hysterie
Nach dem Übergreifen der Vogelgrippe auf das Festland haben am Montag auch die Landkreise Nord- und Ostvorpommern den Katastrophenfall ausgerufen. Alle Landkreise und großen Städte an der Küste erklärten die Behörden zur Überwachungszone. Dort werde gezielt nach toten Vögeln gesucht. Nach Rügen forderte auch Ostvorpommern Hilfe von der Bundeswehr bei der Seuchenabwehr an. Die Stadt Stralsund wurde zur Schutzzone erklärt. Zusätzlich steht die gesamte Küste von Mecklenburg-Vorpommern sowie ein angrenzender zehn Kilometer breiter Streifen ins Inland unter Beobachtung.
Im Radio Berichte von der "Entseuchung" auf Rügen: wer mit dem Auto die Insel verläßt, muß über Desinfektionsmatten fahren, die Räder von LKWs werden von einer speziell ausgerüsteten Einheit der Bundeswehr einzeln mit Desinfektionsmitteln besprüht.
Ich frage mich, ob ich in einer realsatirischen Variante von "Outbreak" gelandet bin, und damit bin ich nicht alleine. Welchen Sinn macht es, Fahrzeuge zu desinfizieren, aber beispielsweise keine Schuhe? (Die Neuseeländer verstehen davon was). Und solange dieSeevögel ungehindert (und wer will sie hindern) herumflattern, sieht das alles mehr nach Panikmache und vorsorglichem "Cover Your Ass" (WIR haben was unternommen) aus als nach einer sinnvollen Aktion.
Radiotipp: DLF - Sprechstunde: Epilepsie
Morgen, am Dienstag, dem 21. Februar, bringt der Deutschlandfunk im Rahmen seiner Sendung "Journal am Vormittag" die
Sprechstunde: Epilepsie
10:10 Uhr bis 11:30 Uhr, Deutschlandfunk
Studiogast: Prof. Christian Helger, Direktor der Epileptologie, Universitätsklinik Bonn
Moderation: Carsten Schroeder
Hörertel.: 00800 - 44 64 44 64
Hörerfax: 00800 - 44 64 44 65
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Diabetes meets Depression
In Deutschland leiden mindestens fünf Millionen Menschen an einer behandlungsbedürftigen Depression und bis zu acht Millionen an Diabetes. Die Zahl der Doppelerkrankungen steigt rapide: "Wir gehen davon aus, daß inzwischen jeder vierte Diabetiker unter depressiven Symptomen leidet und bei jedem achten Patienten eine klinisch relevante Depression vorliegt", sagt Psychodiabetologe Bernd Kulzer vom Diabetes-Zentrum Bad Mergentheim. Nach diesen Berechnungen sind eine Million Menschen doppelt erkrankt. -- Quelle: WELT am Sonntag
Die meisten Diabetiker ahnen jedoch nichts von ihrer lebensbedrohlichen Doppelbelastung, die immer noch viel zu selten von den Ärzten richtig diagnostiziert wird. Dass ein chronisches Leiden wie Diabetes mit seinen vielen Beeinträchtigungen und Schmerzen Depressionen fördert, ist nicht überraschend, Endokrinologische Zusammenhänge sind weitestgehend unerforscht, sicher ist aber, daß depressive Diabetiker eine massiv gesenkte Lebenserwartung zu verzeichnen haben. Depressive Diabetiker haben gegenüber ihren seelisch unbelasteten Leidensgenossen eine um 54 % erhöhte Sterblichkeitsquote.
Die WELT am Sonntag:
Je trauriger der Diabetes-Patient ist, so die Schlußfolgerung, desto schneller ist er auch tot..
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Grapefruits und Cholesterin
Forscher der Hebrew University School of Pharmacy in Jerusalem haben in einer Studie nachgewiesen, daß durch den Verzehr von Grapefruits der Cholesterinspiegel im Blut deutlich gesenkt wird. Damit können sie Herzerkrankungen vorbeugen. Unter Leitung von Shela Gorinstein waren drei Gruppen von Testpersonen untersucht worden. In einer Gruppe wurden keine Grapefruits verkostet; die Teilnehmer der beiden anderen Gruppen aßen 30 Tage lang täglich eine Grapefruit - und zwar in der einen Gruppe rote, in der anderen helle Pampelmusen. Bei allen Grapefruit-Essern senkte sich der Cholesterinspiegel deutlich, während er in der Kontrollgruppe unverändert blieb. Noch überraschender: Die Wirkung der roten Grapefruits war nochmals signifikant größer als bei den hellen Früchten. Die Forscher kennen die Ursache für diesen Effekt nicht, vermuten jedoch, daß die roten Früchte Wirkstoffe enthalten, die hellen Pampelmusen fehlen.
Ob ein gesenkter Cholesterinspiegel das Herz vor Erkrankungen schützt, ist eine andere Frage... eventuell produziert auch der Körper wegen des gestressten Herzmuskels das entzündungshemmende, glättende, Löcher flickende Cholesterin. Dennoch ist die Studie interessant, vor allem für Menschen denen ihre Ärzte Lipidabsenker verschrieben haben - die Grapefruit ist nicht nur gesünder sondern auch billiger und hat den zusätzlichen Vorteil, Vitamine mitzubringen.
A grapefruit a day...
Im Auge behalten sollte man ausserdem, daß der Verzehr von Grapefruits ohnehin anscheinend pharmakologisch bedeutsam ist - so wird u.a. auf die Problematik hingewiesen, daß Cholesterinsenker und Grapefruitsaft sich nicht vertragen, und generell Grapefruitsaft in der Kombination mit Medikamenten erwünschte und unerwünschte Nebenwirkungen verstärken kann.
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Schule, Sterben, Station.....
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Radiotipp: DLF - Sprechstunde: Alzheimer-Demenz
Morgen, am Dienstag, dem 14. Februar, bringt der Deutschlandfunk im Rahmen seiner Sendung "Journal am Vormittag" die
Sprechstunde: Alzheimer-Demenz
10:10 Uhr bis 11:30 Uhr, Deutschlandfunk
Studiogast: Prof. Dr. Fritz A. Henn, Direktor des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit, Mannheim
Moderation: Carsten Schroeder
Hörertel.: 00800 - 44 64 44 64
Hörerfax: 00800 - 44 64 44 65
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