Die Sozialarbeiterin und die Psychiatrie
Ich bin Sozialarbeiterin.
Wenn ich auf einer Party bin und danach gefragt werde, was ich denn so mache, ziehe ich vorsichtshalber schon die Schultern hoch. Gleich passiert es wieder.
Ich sage: “Sozialarbeiterin“, und spüre prompt das erste Zurückweichen. Wenn dann sogar noch die höfliche Nachfrage kommt, was ich denn genau mache; und wenn ich dann erzähle, dass ich zu psychisch kranken Leuten nachhause gehe und ihnen helfe, mit ihrem Leben und ihrer Krankheit besser klar zu kommen, spätestens dann ist es so weit. Dann kommt’s wieder:
„Oh Gott, das könnt ich ja nie.“
Der Satz ist nicht lang, und so sehr viele Variationen gibt es nicht davon. Ich kenne alle.
Egal, wo ich gearbeitet habe, ob mit geistig Behinderten, mit Körperbehinderten, mit Alten, mit Kranken, oder wie jetzt mit psychisch Kranken, es ist immer der gleiche Satz gewesen.
Und ich habe ihn satt.
Wenn ich auf einer Party bin und danach gefragt werde, was ich denn so mache, ziehe ich vorsichtshalber schon die Schultern hoch. Gleich passiert es wieder.
Ich sage: “Sozialarbeiterin“, und spüre prompt das erste Zurückweichen. Wenn dann sogar noch die höfliche Nachfrage kommt, was ich denn genau mache; und wenn ich dann erzähle, dass ich zu psychisch kranken Leuten nachhause gehe und ihnen helfe, mit ihrem Leben und ihrer Krankheit besser klar zu kommen, spätestens dann ist es so weit. Dann kommt’s wieder:
„Oh Gott, das könnt ich ja nie.“
Der Satz ist nicht lang, und so sehr viele Variationen gibt es nicht davon. Ich kenne alle.
Egal, wo ich gearbeitet habe, ob mit geistig Behinderten, mit Körperbehinderten, mit Alten, mit Kranken, oder wie jetzt mit psychisch Kranken, es ist immer der gleiche Satz gewesen.
Und ich habe ihn satt.
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Posted by Brangäne on Friday, March 31. 2006 at 10:45 in Alles nur im Kopf, Erfahrungsberichte
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Verstärkung fürs Medblog
Das Medblog hat eine neue Autorin, worüber wir uns natürlich sehr freuen! *Blumenstrauß überreich*. Sie wird uns allen ganz neue Blickwinkel zeigen können und - ach was rede ich: lassen wir sie sich selbst vorstellen.
Willkommen im Team, Brangäne.
Willkommen im Team, Brangäne.
Posted by Ishtar on Friday, March 31. 2006 at 10:42 in Vermischtes
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Defined tags for this entry: In eigener Sache, Medblog
Hochbegabte sind Spätzünder
Heute in der WELT:
Schon länger weiß man, daß das reine Volumen des Gehirns nichts über die Intelligenz aussagt. Forscher in den Vereinigten Staaten haben mehrere Jahre lang die Gehirne von Kindern mit MRI-Scans vermessen und kamen dabei zu dem Schluß, daß bei durchschnittlichen Kindern die Dicke der Hirnrinde etwa im Alter von 8 Jahren ihren Höhepunkt erreicht. Bei hochbegabten / hochintelligenten Kindern jedoch, die mit einer auffällig dünnen Hirnrinde ins Leben starten, dauert dieses Hirnwachstum zunächst sehr viel länger. Erst im Alter von 12 haben sie die maximale Dicke der Gehirnrinde ereicht. Dafür bechleunigt sich das Wachstum der Gehirnrinde im Alter von etwa 11 massiv, und ihre Hirnrinden sind auch dicker als die der Altersgenossen.
Offenbar liegt Hochintelligenz zumindest zum Teil in den Genen. Die Forscher stellen laut Scientific American aber heraus, daß auch eine Umgebung, die eine Vielfalt von Erfahrungen fördert und ermöglicht, intelligenzsteigernd wirkt.
Besondere kindliche Intelligenz liegt in Entwicklung der Hirnrinde - Sie wächst drei Jahre länger als bei normalen Kindern
Schon länger weiß man, daß das reine Volumen des Gehirns nichts über die Intelligenz aussagt. Forscher in den Vereinigten Staaten haben mehrere Jahre lang die Gehirne von Kindern mit MRI-Scans vermessen und kamen dabei zu dem Schluß, daß bei durchschnittlichen Kindern die Dicke der Hirnrinde etwa im Alter von 8 Jahren ihren Höhepunkt erreicht. Bei hochbegabten / hochintelligenten Kindern jedoch, die mit einer auffällig dünnen Hirnrinde ins Leben starten, dauert dieses Hirnwachstum zunächst sehr viel länger. Erst im Alter von 12 haben sie die maximale Dicke der Gehirnrinde ereicht. Dafür bechleunigt sich das Wachstum der Gehirnrinde im Alter von etwa 11 massiv, und ihre Hirnrinden sind auch dicker als die der Altersgenossen.
Offenbar liegt Hochintelligenz zumindest zum Teil in den Genen. Die Forscher stellen laut Scientific American aber heraus, daß auch eine Umgebung, die eine Vielfalt von Erfahrungen fördert und ermöglicht, intelligenzsteigernd wirkt.
Although such intelligence seems to be genetic, the child-rearing environment may play an even more critical role, the researchers stress. Studies in rats have shown that cortex thickness depends on the richness of experience.
Posted by Ishtar on Thursday, March 30. 2006 at 08:08 in Alles nur im Kopf
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Radiotipp: Ärztemangel in der Provinz
Deutschlandradio Kultur bringt morgen, am 27. März, um 19:30 Uhr in der Reihe Zeitfragen einen Beitrag, der sich mit dem Ärztemangel in ländlichen Regionen auseinandersetzt:
Wo bleibt der Doktor?
Ärztemangel in der Provinz
In Deutschland stellen 116.000 niedergelassene Allgemein- und Fachärzte die ambulante Versorgung sicher. Die Hälfte von ihnen sind nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung über 50 Jahre alt. Knapp 18.800 Praxisinhaber sind im Pensionsalter. Für sie werden Nachfolger gesucht. Doch es mangelt an Interessenten.
Im Sommer 2005 waren in Ostdeutschland rund 800 Praxen unbesetzt. Konsequenz für die Patienten: lange Wege und Wartezeiten. Auch in westlichen Kleinstädten und ländlichen Gegenden läuft der Generationswechsel nicht mehr reibungslos.
Posted by Ishtar on Sunday, March 26. 2006 at 00:14 in Vermischtes
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Rauchen kann impotent machen
In Zukunft könnte eine Warnung, die die meisten (männlichen) Raucher sehr viel unmittelbarer erschrecken könnte als "Rauchen kann tödlich sein", auf Zigarettenpäckchen erscheinen.
Raucher, die etwa eine Schachtel Zigaretten am Tag rauchen, haben eine um 40 % erhöhte Wahrscheinlichkeit, massive Potenzprobleme zu erleiden - so eine Studie des Imperial College. Mehr als 8000 australische Männer zwischen 16 und 59 nahmen an der Studie teil.
Die Auswirkungen auf die sexuelle Leistungsfähigkeit dürften mit den durch das Nikotin verursachten Durchblutungsstörungen zusammenhängen, die Rauchen mit sich bringt.
Auch der Konsum von weniger als 20 Zigaretten am Tag macht sich bemerkbar, mit immerhin noch 25 % mehr Impotenzfällen als in der Vergleichsgruppe. Rauchen macht wohl doch nicht sexy.
Raucher, die etwa eine Schachtel Zigaretten am Tag rauchen, haben eine um 40 % erhöhte Wahrscheinlichkeit, massive Potenzprobleme zu erleiden - so eine Studie des Imperial College. Mehr als 8000 australische Männer zwischen 16 und 59 nahmen an der Studie teil.
Die Auswirkungen auf die sexuelle Leistungsfähigkeit dürften mit den durch das Nikotin verursachten Durchblutungsstörungen zusammenhängen, die Rauchen mit sich bringt.
The reality is that smoking is a primary cause of impotence, which may also be an early indicator of coronary heart disease. - Debora Arnott von ASH, zitiert nach The Scotsman
Auch der Konsum von weniger als 20 Zigaretten am Tag macht sich bemerkbar, mit immerhin noch 25 % mehr Impotenzfällen als in der Vergleichsgruppe. Rauchen macht wohl doch nicht sexy.
Posted by Ishtar on Thursday, March 23. 2006 at 16:19 in Aus aller Welt
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Radiotipp: Apparatewunder und Einsamkeit
Morgen, am Donnerstag, dem 23. März, um 19:30 Uhr, läuft bei Deutschlandradio Kultur ein Feature in der Reihe "Forschung und Gesellschaft":
Text aus dem Programmheft:
Apparatewunder und Einsamkeit - Vom Fortschritt der Medizintechnik
Text aus dem Programmheft:
"Blutbild" und "Röntgenbild" - das gehört für jeden Arzt ganz selbstverständlich zur Behandlung dazu - nicht aber das "Wertebild" des Patienten. Gerade das aber wäre vor allem am Ende des Lebens wichtig für die Entscheidung des Arztes: Soll er, darf er alles einsetzen, was die moderne Medizin an Apparaten und Technik vorhält? Um Innovationen in der Medizintechnik, die damit verbundenen Hoffnungen, aber auch deren Grenzen geht es in diesem Feature.
Posted by Ishtar on Wednesday, March 22. 2006 at 00:35 in Vermischtes
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Ärztestreik in aller Munde
Momentan ist überall die Rede vom Ärztestreik - genauer: dem Streik der Klinikärzte. Besonders häufig hören wir, daß "die Ärzte" 30 Prozent Gehaltserhöhung fordern. Nun werden auch sonst bei Tarifverhandlungen meist sehr viel höhere prozentuale Anhebungen gefordert, als am Ende dabei herauskommen, dennoch ist das Ganze irgendwie zu einem - für die Ärzte - reichlich blöden Zeitpunkt eskaliert.
Den Krankenkassen geht es mies, den Beitragszahlern erst recht, die Finanzierungslöcher werden immer größer - wo bitte sollen die öffentlichen Arbeitgeber, denn genau die betrifft es, die zusätzlichen Gelder hernehmen? Es ist ja nun nicht so als würde der durchschnittliche Mediziner am Hungertuch nagen.
Den Arzt möchte ich sehen, der mit Autowaschen so viel Geld verdienen kann. Und wenn, dann kann er ja Auto waschen gehen...
Den Krankenkassen geht es mies, den Beitragszahlern erst recht, die Finanzierungslöcher werden immer größer - wo bitte sollen die öffentlichen Arbeitgeber, denn genau die betrifft es, die zusätzlichen Gelder hernehmen? Es ist ja nun nicht so als würde der durchschnittliche Mediziner am Hungertuch nagen.
Mit der Autoscheiben-Putzaktion an einer Kölner Kreuzung wollten die Mediziner auf "lukrativere Jobs" als den Arztberuf aufmerksam machen, sagte der NRW-Verbandssprecher Michael Helmkamp. Zum Hintergrund: Ein Assistenzarzt an der Kölner Universitätsklinik steigt mit 3.000 Euro brutto im Monat ein - je nach Bereitschaftsdienstzeiten steigt dies Gehalt mit jedem Berufsjahr steil an. - Quelle: taz
Den Arzt möchte ich sehen, der mit Autowaschen so viel Geld verdienen kann. Und wenn, dann kann er ja Auto waschen gehen...
Antibiotika, Asthma und Ohrenentzündung
Es gibt immer mehr Beweise für einen Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Antibiotika in der frühen Kindheit und einer späteren Asthmaerkrankung. Eine Studie der University of British Columbia mit 12.082 Teilnehmern ist zu dem Ergebnis gekommen, dass jene Kinder, die unter einem Jahr mit Antibiotika behandelt wurden, über ein doppelt so hohes Asthmarisiko verfügen. Die Wissenschafter schreiben in dem Fachmagazin Chest, dass weitere Antibiotikagaben innerhalb des ersten Lebensjahres das Asthmarisiko noch weiter steigerten. -- Quelle: Der Standard
Die Wissenschaftler gehen davon aus, daß die Antibiotikagaben im jungen Alter gutartige Bakterien der Darmflora schädigen und das Immunsystem damit stark beeinträchtigen. Besonders oft werden Antibiotika im Kleinkindalter bei Ohrenentzündungen gegeben, die jedoch häufig durch Viren statt durch Bakterien verursacht sind.
GlaxoSmithKline kündigte gerade groß einen Impfstoff gegen Ohrenentzündungen an, und besonders Eltern damit geplagter Kinder dürften über die Nachricht glücklich sein.
Hauptauslöser der Ohrenentzündung sind zwei Bakterienstämme, nämlich Streptococcus pneumoniae und Haemophilus influenzae. Bisherige Impfstoffe schützten wohl vor den Streptokokken, nicht aber vor den anderen Erregern. Dieser Mangel wurde nun bei der neuen Impflösung behoben, indem man elf unterschiedliche Streptokokken-Stämme mit dem Protein des Influenza-Stammes zusammenbrachte. - Quelle: taz
Allerdings hat die Impfung bei bestimmten Erregertypen - auf die sie spezifisch angelegt ist - nur eine Erfolgsquote von 35 Prozent.
Und die Gabe von Antibiotika könnte sich auch bei bakteriellen Ohrenentzündungen erübrigen - ebenfalls im oben genannten taz-Artikel zu lesen:
Die Wissenschaftler träufelten 15 Patienten mehrmals täglich einige verdünnte Essigtropfen ins Ohr und verglichen ihr Wohlergehen mit 15 Patienten, die per antibiotischer Ohrenlösung behandelt wurden. Drei Wochen später waren die Essig-Anwender komplett beschwerdefrei, die Heilungsquote bei den Antibiotikum-Probanden lag hingegen nur bei 65 Prozent.
Posted by Ishtar on Thursday, March 16. 2006 at 18:48 in Vermischtes
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Heuschnupfen durch Carotin
Letztes Jahr um diese Zeit hatet der Heuschnupfen bei den meisten Leuten schon zugeschlagen. Dieses Jahr ist dank des Wetters wohl alles etwas später dran, Zeit also, nochmal schnell die Ernährungsgewohnheiten zu überprüfen:
Leider erfährt man in diesem Text nicht, wie sich die Versuchspersonen ansonsten ernährten, und wie es mit Kreuz- und anderen Allergien bei den Untersuchten aussieht... ich habe zum Beispiel festfestellt, daß ein Verzicht auf Geterideprodukte (Weizen, Roggen!) meine Probleme mit Gräserpollen erheblich vermindert. Interessant finde ich, daß Vitamin C bei der Studie keinen Einfluß hatte - Vitamin C wirkt nämlich im Körper wie ein Antihistamin. Auch hier: Von welchen Dosen da wohl die Rede ist?
Forscher des Departments of Public Health in Fukuoka (Japan) untersuchten an 1000 Frauen den Zusammenhang von Ernährung und Pollenallergie. Es zeigte sich, daß ein erhöhter Verzehr von kalzium-, magnesium- und phosphorhaltigen Nahrungsmitteln das Heuschnupfenrisiko senkt, während es bei einem Speisezettel mit viel Beta-Carotin (Möhren, Aprikosen, Tomaten) ansteigt. Vitamin C und E hatten keinen Einfluß. -- Quelle: Die WELT
Leider erfährt man in diesem Text nicht, wie sich die Versuchspersonen ansonsten ernährten, und wie es mit Kreuz- und anderen Allergien bei den Untersuchten aussieht... ich habe zum Beispiel festfestellt, daß ein Verzicht auf Geterideprodukte (Weizen, Roggen!) meine Probleme mit Gräserpollen erheblich vermindert. Interessant finde ich, daß Vitamin C bei der Studie keinen Einfluß hatte - Vitamin C wirkt nämlich im Körper wie ein Antihistamin. Auch hier: Von welchen Dosen da wohl die Rede ist?
Posted by Ishtar on Wednesday, March 15. 2006 at 08:15 in Vermischtes
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Radiotipp: DLF - Sprechstunde: Angststörungen
Morgen, am Dienstag, dem 14. März, bringt der Deutschlandfunk im Rahmen seiner Sendung "Journal am Vormittag" die
Sprechstunde: Panikattacken und Angststörungen
10:10 Uhr bis 11:30 Uhr, Deutschlandfunk
Studiogast: Dr. Angelika Erhardt, Leiterin der Angstambulanz am Max-Planck-Institut für Psychiatrie, München
Moderation: Carsten Schroeder
Hörertel.: 00800 - 44 64 44 64
Hörerfax: 00800 - 44 64 44 65
Posted by Ishtar on Monday, March 13. 2006 at 19:52 in Vermischtes
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