Radiotipp: DLF - Sprechstunde: Arbeitsmedizin
Morgen, am Dienstag, dem 1. August, bringt der Deutschlandfunk im Rahmen seiner Sendung "Journal am Vormittag" die
Sprechstunde: Arbeitsmedizin
10:10 Uhr bis 11:30 Uhr, Deutschlandfunk
Studiogast:
Prof. Andreas Weber, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Institutes für Qualitätssicherung in Prävention und Rehabilitation an der Sporthochschule Köln
Moderation: Carsten Schroeder
Hörertel.: 00800 - 44 64 44 64
Hörerfax: 00800 - 44 64 44 65
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Kurzmeldung: Hygiene mangelhaft
Viele Ärzte in Großbritannien waschen sich nicht regelmäßig die Hände und verschleppen damit unter anderem so gefährliche Krankheitserreger wie die Methicillin-resistenten Staphylokokken (MRSA), die schwere Entzündungen auslösen können. 38 Prozent der Mediziner reinigten ihre Hände selbst dann nicht, nachdem sie mit Blut in Berührung gekommen waren, berichtet jetzt eine Gruppe um Professor Ben Fletcher von der Universität in Hertfordshire im "Journal of Hospital Infection". Demnach hätten 25 Prozent der Mediziner selbst nach dem Kontakt mit Fäkalien auf eine Handwäsche verzichtet.
Und da wundert sich noch jemand über iatrogene Krankheiten oder die Ausbreitung resistenter Staphylokokken?
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Buntes Krankenkassenkaleidoskop
Das Handelsblatt von gestern:
Die Krankenkassen planen entgegen offiziellen Bekundungen offenbar doch eine massive Kampagne gegen die schwarz-rote Gesundheitsreform. Dies geht aus vertraulichen Unterlagen der Spitzenverbände der Krankenkassen hervor, die dem Handelsblatt vorliegen.
So geheim sind die Geheimpläne also. Dazu gehört unter anderem, Bundestagsabgeordnete mit sachlicher Kritik zu konfrontieren. Das geht nun wirklich nicht!
Ein Ministerpräsident kommt den Kassen mit:
es gehe den Kassen nur um ihre Macht-Position, nicht um das Wohl der Menschen. - Quelle: MDRDas ist ausgerechnet von einem Politiker eine starke Nummer.
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Kurzmeldung: Übergewicht hilft dem Herzen
Ältere Patienten mit Herzinsuffizienz haben eine bessere Lebenserwartung, wenn sie deutliches Übergewicht (Body-Mass-Index über 35) haben.
Dies ist das Ergebnis einer Studie des Klinikums Ludwigshafen, die an über 2600 Patienten durchgeführt wurde. Vermutlich, so die Forscher, machten die ausreichenden Fettreserven die Patienten robuster gegenüber Belastungen. Allerdings konnte dieser Effekt nur bei über 65jährigen beobachtet werden.
Elektrizität beschleunigt die Wundheilung
"These natural signals are instantaneous. The moment you make a wound, there's an electrical signal at the wound edge and it lasts as long as it takes the wound to heal up," said Professor McCaig.
Further tests showed epithelial cells, the building blocks of skin tissue, sensed and followed electric fields towards the wound site using two molecular structures, or receptors. One mobilises cells to creep in the direction of the electric field, while the other shuts down any signals that threaten to send the cell off course.
"They're stimulated to move, but they're also told where to find the centre of the wound, so these electrical signals are telling cells, 'get charging, get yourself in there'," Prof McCaig said. - Quelle: The Guardian
Mit diesen neuen Erkenntnissen, die u.a. auf die Arbeit eines deutschen Forschers aus dem 19. Jahrhundert zurückgehen, hoffen die Wissenschaftler, Wundheilungsprozesse durch die Gabe geeigneter Substanzen wie Prostaglandine oder auch via Anwendung piezoelektrischer Felder um bis zu 50% beschleunigen zu können.
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Gesundheitsreform: Mehrkosten in Milliardenhöhe?
Der geplante Aufbau eines Gesundheitsfonds wird nach Berechnungen der gesetzlichen Krankenkassen "verheerende Auswirkungen" haben und Zusatzkosten in Milliardenhöhe verursachen. Die Verwaltungskosten, um die Beiträge einzuziehen, stiegen demnach von 1,3 auf 2,5 Milliarden Euro pro Jahr.
(...)
Die Bundesverbände von AOK, BKK und IKK sowie die Kassenverbände warnten, der Fonds und seine regionalen Inkassostellen würden ein organisatorisches Chaos wie zuletzt bei der Bundesagentur für Arbeit produzieren, weil Technik und Mitarbeiter fehlten. Normalerweise benötige man für eine funktionierende Infrastruktur mehrere Jahre Vorlauf.
Auch die Arbeitgeber halten von den neuesten Plänen von Ulla Schmidt und Co. nicht wirklich viel, wenn auch aus anderen Gründen.
Der Fonds bedeute "noch mehr Staat in der Gesundheitspolitik - das Gegenteil wäre aber richtig". "Auf der Einnahmenseite ist der Status Quo immer noch besser als ein solcher Fonds, der für lange Zeit die falschen Strukturen zementieren würde."zitiert das Manager-Magazin Ludwig Georg Braun, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK).
Die Koalition solle zunächst durch zusätzlichen Wettbewerb für mehr Effizienz im Gesundheitswesen sorgen und "auf der Ausgabenseite ansetzen".Nötig sei ein Konzept, das bei allen Beteiligten - Ärzten, Krankenhäusern, Krankenkassen, Industrie - für mehr Wettbewerb sorge.
Einen ausführlichen Artikel über die Kritikpunkte am geplanten Gesundheitsfond und seine zu erwartenden technischen Schwierigkeiten und Kosten findet man beim Handelsblatt:
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22 Haarfarbstoffe verboten
Mehr als 60 Prozent aller Frauen und fünf bis zehn Prozent der Männer färben sich im Durchschnitt sechs bis achtmal pro Jahr die Haare. Ab Dezember dieses Jahres stehen ihnen hierfür auf dem europäischen Markt 22 Haarfärbemittel weniger zur Verfügung. Denn die Substanzen stehen im Verdacht Blasenkrebs zu erzeugen. Die Europäische Kommission sprach (...) ein entsprechendes Verbot aus. - Quelle: Ärzteblatt
Laut Ökotest sind Haarfarbstoffe verboten, "für die die Industrie keine Sicherheitsdossiers vorlegen konnte". Langfristiges Ziel sei eine Positivliste für Haarfarbstoffe.
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Von Nieren und was ein Zahnarztbesuch alles anstellen kann...
Wie in meinem letzten Bericht erwähnt, war ich in meinem letzten Einsatz auf der Transplantalogie. Ein sehr interessantes Fachgebiet mit ganz anderen Anforderungen an die Pflegekräfte. Aber auch das Verhältnis zu den Ärzten ist dort ein ganz anderes. Hier herrscht viel Sympathie und Gruppengefühl. Es gibt nicht diese Unterteilung Ärzte und Pflegekräfte, wo man sich nur auf arbeitstechnischer Ebene unterhält. Hier wurde gemeinsam gefrühstückt und sich auch über private Sachen unterhalten.
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Dr. Joseph Mercola - Total Health Program
Themen die er sich gern vornimmt, sind die gesundheitlichen Folgen des Verzehrs von Zucker oder Aspartam, oder die in USA übliche Zwangsfluoridierung von Wasser. Aber auch zu Themen wie Omega-3-Fettsäuren, Kokosöl, Asthma, Milchprodukten, Diabetes oder Vogelgrippe hat der Mediziner eine Menge zu sagen.
In seinem Buch, das er ganz dezent
nennt, umreisst er noch einmal die Grundlagen seines Gesundheitsprogramms, das einen völligen Verzicht auf Getreide, Zucker und Transfette sowie eine auf micronutrients und power foods aufbauende Ernährung mit einem Schwerpunkt auf Antoxidanzien und Omega-3-Fettsäuren empfiehlt.
Schon vor einigen Jahren schaffte es sein Buch The No-Grain Diet
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Wer nicht abnimmt soll zahlen
Die CSU hat angekündigt, bei der nächsten Stufe der Gesundheitsreform Strafen gegen uneinsichtige Kranke beschließen zu wollen. So sollten zum Beispiel übergewichtige Kranke abnehmen - oder sonst notfalls mehr zahlen. -- Quelle: Spiegel Online
Mit sowas war ja irgendwie zu rechnen. Ich frage ich allerdings, wie das dann aussieht. Bleibt es dem Mediziner (der seinen Patienten frühzeitig fachgerecht hätte beraten und beim Abnehmen unterstützen müssen, auch unter Hinzuziehung von Optionen wie Kuren, die Geld der Krankenkassen kosten) überlassen, beim Blick auf die Waage und den BMI festzustellen, daß ein Patient klinisch übergewichtig ist, um ihm dann gleich vor Ort seine Zuzahlung abzuknöpfen?
Oder ist Übergewicht beim Arztbesuch bereits a priori moralisch verwerflich und wird der Einfachheit halber mit erhöhten Beiträgen bestraft?
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