Beim Lesen der News heute fragte ich mich, ob ich nicht eine Rubrik
'Skurriles' oder 'Satire' anlegen sollte... offenbar macht man sich in einigen
britischen Krankenhäusern Gedanken darum, daß die in den Zimmern oder Stationen ausliegenden Bibeln Infektionsherde seien und zur Verbreitung von
MRSA beitrügen.
Prompt kommt der Aufschrei von kirchlicher Seite, hier solle Gottes Wort aus den Krankenhäusern verbannt werden, während andere Gruppen den Schritt auch aus Gründen der Gleichbehandlung verschiedener religiöser Ansichten begrüßen. In vielen Städten Englands lebt eine bunte Ethnien- und Glaubensvielfalt.
Die Gideon-Gesellschaft hat angekündigt, künftig Patienten ihre Bibeln mit nach Hause zu geben; Ärzte hatten moniert, die Bibeln seien nicht abwischbar und nicht desinfizierbar. --
Christliche Forscher, Ihr seid gefordert - es wird Zeit für die autoklav-taugliche Bibelausgabe.
Während ich durchaus der Meinung bin, dass seelische Fürsorge und Unterstützung etwas ist, das den meisten Patienten nur Gutes tun kann, finde ich den Schritt, religiöse Traktate aus öffentlichen Krankenhäusern zu verbannen, sowohl im Sinne der Hygiene als auch eines säkularisierten Staates mit einem hohen Prozentsatz nichtchristlicher Bürger und Steuerzahler konsequent. Wer eine Bibel braucht, wird sie sicher von seiner Familie oder Gemeinde oder dem lokalen Geistlichen zur Verfügung gestellt bekommen...
Was den Punkt MRSA angeht, sollten die Herren und Damen Ärzte sich vor allem mal an die eigne ungewaschene Nase fassen und über ihre Hygiene- und Medikamentenverschreibungspraxis nachdenken.