Gentechnik und die Folgen
Vermutlich versaue ich mir mit dem Posten dieses Beitrags jede Chance, jemals in die USA einreisen zu dürfen... sei es drum, ich halte den Beitrag von Jeffrey Smith für extrem wichtig - er zeigt die medizinischen Risiken von genetisch veränderten Nahrungsmitteln und per Gentechnik erzeugten Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln auf. Technikfolgenabschätzung heisst das schöne deutsche Wort, das die Gentechniklobby fröhlich ignoriert.
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Leseempfehlung: Taubes über Observational Studies
Wissenschaftsjournalist Gary Taubes hat sich in der NY Times unter dem Titel "Do We Really Know What Makes Us Healthy?" mit den Lebenszyklen von Gesundheitsversprechen und angeblichen Forschungsergebnissen auseinandergesetzt. Er zeigt sehr schön auf, warum die von Journalisten so gern kolportierten "neuesten Erkenntnisse der Forschung" nebst den daraus resultierenden Empfehlungen für oder gegen dieses oder jenes zyklischen Rhythmen unterliegen und warum "observational studies", also Studien die aus der reinen Beobachtung bestimmter Verhaltensweisen resultieren, denkbar ungeeignet sind um zutreffende Aussagen über Ursachen von Krankheiten und deren Vermeidung zu machen.
Der Artikel ist sehr lang aber extrem lesenswert!
Richard Peto, professor of medical statistics and epidemiology at Oxford University, phrases the nature of the conflict this way: “Epidemiology is so beautiful and provides such an important perspective on human life and death, but an incredible amount of rubbish is published,” by which he means the results of observational studies that appear daily in the news media and often become the basis of public-health recommendations about what we should or should not do to promote our continued good health.
In January 2001, the British epidemiologists George Davey Smith and Shah Ebrahim, co-editors of The International Journal of Epidemiology, discussed this issue in an editorial titled “Epidemiology — Is It Time to Call It a Day?” They noted that those few times that a randomized trial had been financed to test a hypothesis supported by results from these large observational studies, the hypothesis either failed the test or, at the very least, the test failed to confirm the hypothesis: antioxidants like vitamins E and C and beta carotene did not prevent heart disease, nor did eating copious fiber protect against colon cancer.
The Nurses’ Health Study is the most influential of these cohort studies, and in the six years since the Davey Smith and Ebrahim editorial, a series of new trials have chipped away at its credibility. The Women’s Health Initiative hormone-therapy trial failed to confirm the proposition that H.R.T. prevented heart disease; a W.H.I. diet trial with 49,000 women failed to confirm the notion that fruits and vegetables protected against heart disease; a 40,000-woman trial failed to confirm that a daily regimen of low-dose aspirin prevented colorectal cancer and heart attacks in women under 65. And this June, yet another clinical trial — this one of 1,000 men and women with a high risk of colon cancer — contradicted the inference from the Nurses’s study that folic acid supplements reduced the risk of colon cancer. Rather, if anything, they appear to increase risk.
Der Artikel ist sehr lang aber extrem lesenswert!
Posted by Ishtar on Friday, September 21. 2007 at 05:51 in Aus aller Welt
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Tropenkrankheit macht den Sprung nach Europa
Das Chikungunya-Fieber wird durch verschiedene Moskito-Arten übertragen: die Anopheles-Mücke, die auch Malaria überträgt, die Aedes-Mücke, Träger des Dengue-Fiebers, und den Tiger Moskito:

Tiger Mosquito, picture by Sean McCann
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Posted by Ishtar on Thursday, September 6. 2007 at 16:07 in Aus aller Welt
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Hilary vs. Public Health
Polit-Aktivist David Fleetwood hat auf Youtube eine Video-Auseinandersetzung mit den gesundheitspolitischen Vorstellungen von Präsidentschaftskandidation Hilary Clinton veröffentlicht.
Seine grundlegenden Überlegungen über die Funktionsweise der Gesundheits-"Industrie" und einer sozialen Krankenversicherung sind global, und ganz bestimmt für Deutschland, ebenso gültig.
Seine grundlegenden Überlegungen über die Funktionsweise der Gesundheits-"Industrie" und einer sozialen Krankenversicherung sind global, und ganz bestimmt für Deutschland, ebenso gültig.
Posted by Ishtar on Tuesday, August 21. 2007 at 05:55 in Aus aller Welt, Vermischtes
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Mit Reis gegen Cholera
Noch ist es nur Zukunftsmusik, noch funktioniert das Ganze erst im Tierversuch, sollte es aber auf den Menchen übertragbar sein, könnte es sich um eine bahnbrechende Entwicklung handeln:
So wenig ich im allgemeinen von Gentechnik und genveränderter Nahrung hatte, so genial finde ich diese Idee.
Für viele Menschen in den Entwicklungsländern könnte ein simpler Sack vom richtigen Reis für viele Monate einen Schutz gegen die Cholera bedeuten - ohne aufwändige Impfprogramme, ohne Medikamente die gekühlt und transportiert und fachgerecht gelagert und gespritzt werden müssen. Solange das die Regierungen dieser Welt nicht als Entschuldigung dafür nehmen, die Versorgung ihrer Bevölkerung mit sauberem, unverseuchtem Trinkwasser auch weiterhin stiefmütterlich zu behandeln...
Tomonori Nochi von der Universität Tokio und seine Mitarbeiter hatten Reispflanzen genetisch so verändert, dass sie in ihren Samen ein Teilstück des krankmachenden Eiweißes der Cholera-Bakterien produzierten. Die Forscher zeigten zunächst, dass dieses Impfeiweiß von aggressiver Magensäure nicht zerstört wird. Mäuse, denen die Wissenschaftler anschließend den Reis verabreichten, bildeten Antikörper gegen das Eiweiß und waren daraufhin vor der Durchfallerkrankung geschützt.
Die Forscher wiesen die Antikörper vor allem auch direkt in den Schleimhäuten nach, über die Krankheitserreger wie das Cholera-Bakterium oft in den menschlichen Körper gelangen. - Quelle: stern.de
So wenig ich im allgemeinen von Gentechnik und genveränderter Nahrung hatte, so genial finde ich diese Idee.
Für viele Menschen in den Entwicklungsländern könnte ein simpler Sack vom richtigen Reis für viele Monate einen Schutz gegen die Cholera bedeuten - ohne aufwändige Impfprogramme, ohne Medikamente die gekühlt und transportiert und fachgerecht gelagert und gespritzt werden müssen. Solange das die Regierungen dieser Welt nicht als Entschuldigung dafür nehmen, die Versorgung ihrer Bevölkerung mit sauberem, unverseuchtem Trinkwasser auch weiterhin stiefmütterlich zu behandeln...
Bandscheibenvorfall - OP oder nicht?
Eine Untersuchung belegt: Physiotherapie hilft bei Bandscheiben-Vorfall ähnlich gut wie eine OP. Die Entfernung von Bandscheiben zählt indes zu den häufigsten chirurgischen Eingriffen bei Menschen mit Rückenschmerzen. -- Quelle WELT
Wo man auch hinschaut - die OP beim Bandscheibenvorfall ist heutzutage quasi ein Routineeingriff. Steht man als Betroffener aber vor der Frage, OP oder nicht, wird es schon schwieriger.
Ist immer eine Operation notwendig?
Nein. Die Literatur geht von etwa 70% aller Bandscheibenvorfälle aus, die konservativ, d.h. ohne Operation, durch zeitweise Schonung, Medikamentengabe, Physiotherapie und Physikalische Therapie erfolgreich behandelt werden kann. Unter günstigen Umständen kann ein Bandscheibenvorfall nach etwa 4 Wochen schrumpfen. Er macht dadurch weniger Beschwerden und ist besser therapierbar. - Quelle: www.bandscheibe.de
Eine individuelle Antwort auf die Frage kann man nur gemeinsam mit dem behandelnden Arzt finden.
Wichtig scheint allerdings vor allem zu sein, daß der Patient sich aktiv für die OP entscheidet, wenn es denn eine OP sein soll.
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Posted by Ishtar on Friday, December 8. 2006 at 09:37 in Aus aller Welt
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Defined tags for this entry: Gesundheitsversorgung, Heilung, Operation, Orthopädie, Patienten, Schmerzen
Antidepressiva per Geschmackssinn auswählen?
Kann man in Zukunft mit einem einfachen Geschmackstest herausfinden, welches das richtige (wirksame) Medikament bei der Behandlung von Depressionen ist?
Das zumindest hoffen britische Forscher, die mit gesunden Testpersonen Geschmackstests durchgeführt haben bei denen gezielt bestimmte Neurotransmitter im Hirn blockiert wurden.
Während Veränderungen des Geschmackssinns bislang vor allem zu den "Nebenwirkungen" bzw. Symptomen einer Depression / eines gestörten Neurotransmitterhaushaltes zählen, könnte genau diese Veränderung des Geschmackssinnes künftig dabei helfen, das am Besten wirkende Medikament auszuwählen.
Das zumindest hoffen britische Forscher, die mit gesunden Testpersonen Geschmackstests durchgeführt haben bei denen gezielt bestimmte Neurotransmitter im Hirn blockiert wurden.
Während Veränderungen des Geschmackssinns bislang vor allem zu den "Nebenwirkungen" bzw. Symptomen einer Depression / eines gestörten Neurotransmitterhaushaltes zählen, könnte genau diese Veränderung des Geschmackssinnes künftig dabei helfen, das am Besten wirkende Medikament auszuwählen.
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Posted by Ishtar on Thursday, December 7. 2006 at 07:06 in Aus aller Welt
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Dump-A-Patient
Eine neue "Sportart" scheint in Los Angeles derzeit an der Tagesordnung zu sein, und angesichts der Einsparmaßnahmen im deutschen Gesundheitswesen und immer mehr Menschen ohne Krankenversicherung darf man sich fragen, wann es auch bei uns so weit ist...
In einem der ärmsten Stadtteile von Los Angeles, salopp nur als 'skid row', etwa "Pennergegend" bezeichnet, liefern Ambulanzen und Krankenhäuser unerwünschte, nicht zahlungsfähige oder nicht krankenversicherte Patienten einfach ab, anders gesagt sie setzen sie vor Obdachlosencentern oder auch sonstwo einfach auf die Straße.
Während Offfizielle der betroffenen Krankenhäuser lautstark dementieren, sprechen die Aussagen von James Frailey, einem Angestellten einer privaten Krankentransportfirma, eine andere Sprache.
In einem der ärmsten Stadtteile von Los Angeles, salopp nur als 'skid row', etwa "Pennergegend" bezeichnet, liefern Ambulanzen und Krankenhäuser unerwünschte, nicht zahlungsfähige oder nicht krankenversicherte Patienten einfach ab, anders gesagt sie setzen sie vor Obdachlosencentern oder auch sonstwo einfach auf die Straße.
Während Offfizielle der betroffenen Krankenhäuser lautstark dementieren, sprechen die Aussagen von James Frailey, einem Angestellten einer privaten Krankentransportfirma, eine andere Sprache.
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Posted by Ishtar on Tuesday, October 24. 2006 at 18:13 in Aus aller Welt
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Dengue-Fieber in Indien - (noch) keine Epidemie
In Indien gibt es derzeit eine Welle von Erkrankungen an Dengue-Fieber, The Hindu News meldet:
Nearly 600 cases of dengue have been reported so far in the country, of which a majority of cases are from the national capital, Union Health Minister Anbumani Ramdoss said today. Thirty deaths have been reported in the country, including 12 in Delhi.
"There have been 589 dengue cases in the country. In Delhi 352 cases were reported while 237 are from other states," he told reporters here after releasing a national report on street food survey.
Nearly 131 dengue cases have been reported from Uttar Pradesh, 52 cases from Haryana and nine in Rajasthan.
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Posted by Ishtar on Thursday, October 5. 2006 at 05:20 in Aus aller Welt
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Südafrika: Medikamentenresistente Tuberkulose breitet sich aus
Super TB 'now endemic in KZN' kann man bei der südafrikanischen Zeitung "The Mercury" (hier bei Independent Online) lesen. KZN steht für KwaZulu-Natal, auch die Gartenprovinz genannt, eine sehr fruchtbare Gegend Südafrikas, in der die meisten Zulus leben.
In Anbetracht der Tatsache, dass zwischen 2002 und 2004 weltweit gerade einmal 347 Menschen an XDR-TB, einer extrem gegen Medikamente resistenten Variante des Tuberkulose-Erregers, gestorben sind, sind 60 Todesfälle innerhalb nicht einmal eines Jahres in einer relativ kleinen Region extrem Besorgnis erregend.
Auch wenn die bisherigen Opfer fast alle HIV-positiv waren, steht zu befürchten, dass sich derartige Erreger weiter verbreiten und auch weiter mutieren.
Medical officials in Tugela Ferry have warned that the Extreme Drug Resistant Tuberculosis (XDR-TB) outbreak, which has killed 60 people in the area since January last year, could get worse. This included eight people admitted to hospital with XDR-TB between March and August this year who have also died.
Dr Tony Moll, Principal Medical Officer at the Church of Scotland Hospital in Tugela Ferry, said three patients remained at the hospital with XDR-TB. He had hope that "at least one of them will survive".
XDR-TB is a virulent form of TB which is resistant to the two drugs used to treat multi-drug resistant TB, and to which people with HIV and Aids are particularly susceptible.
In Anbetracht der Tatsache, dass zwischen 2002 und 2004 weltweit gerade einmal 347 Menschen an XDR-TB, einer extrem gegen Medikamente resistenten Variante des Tuberkulose-Erregers, gestorben sind, sind 60 Todesfälle innerhalb nicht einmal eines Jahres in einer relativ kleinen Region extrem Besorgnis erregend.
Auch wenn die bisherigen Opfer fast alle HIV-positiv waren, steht zu befürchten, dass sich derartige Erreger weiter verbreiten und auch weiter mutieren.
Posted by Ishtar on Monday, September 11. 2006 at 11:25 in Aus aller Welt
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